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Stahlnebel & Black Selket interview
interview by elektrauma.de


[RALPH]: Hallo Andi, in Bezug auf unser Projekt STAHLNEBEL & BLACK SELKET geht es uns im Moment natürlich sehr gut… denn unser Traum ist verwirklicht worden und wächst noch stetig weiter. Evtl. hat ja doch die schwere Entscheidung unsere Unabhängigkeit zu bewahren und nicht bei einem großen Label zu unterschreiben, uns bei den Konsumenten etwas Respekt eingebracht, wir sind wir doch teilweise sehr überrascht wie viel Interesse jetzt an STAHLNEBEL & BLACK SELKET besteht und auch unser Label ADVOXYA ist mehr als zufrieden mit dieser Situation.

Wie entstand die Band Stahlnebel & Black Selket und wie seid ihr auf den Namen gekommen?

[RALPH]: Da kann ich selber nur für STAHLNEBEL sprechen. Nun dann, als ich 2006 nach einem Namen für mein Musikprojekt gesucht habe, sollte dieser Name einen hohen Widererkennungswert besitzen und gleichzeitig eine Metapher für die Härte des Sounds als auch die Texte symbolisieren. Einige Ideen mit dem Wort Stahl waren schon vergeben und so fiel meine Wahl auf STAHLNEBEL. Der Grund weshalb wir jetzt STAHLNEBEL & BLACK SELKET heißen ist einfach, mein Niederländischer Kollege & Freund Sander und ich haben unsere Kräfte gebündelt, aber dabei unsere Bandnamen behalten.

Wie würdet ihr euren Musikstil beschreiben?

[RALPH]: Mhhh … das überläst man ja immer am Besten den Hörern und Kritikern, ich bevorzuge da die Schublade „Club Electro / Industrial“ … ich denke wir decken mit unserem Songs und Releases wohl überwiegend die Bereiche Dark-Electro, Industrial und Future-Pop ab, ohne das wir uns da total auf eine Richtung festlegen lassen oder wir das „Rad neu erfinden wollen“ :) Unsere Musik soll perfekt für die dunklen Tanzböden sein, aber auch gleichzeitig dafür geeignet sein den Hörer in seinem Wohnzimmer zu begeistern… wenn Dieser den Lautstärkeregler genüsslich nach oben dreht um seine Nachbarn zu ärgern.

Wie geht ihr beim produzieren eines Songs vor? Wie entsteht er?

[RALPH]: Sehr unterschiedlich, mal ist der Entstehungsbeginn für einen neuen Song nur ein gutes und interessantes Sample, oder mal eine Story welche in der Zeitung stand oder im TV gebracht wurde. Oft entstehen die Geschichten aber auch über Tage in meinen Gedanken, wobei ich mich recht gut in andere Personen und ihren Zustand versetzen kann. Soundtechnisch gibt es bei uns auch mehr als eine Variante, es kommt hin und wieder vor das mein Kollege Sander schon ein fast fertiges Instrumental hat und ich den Text & Samples nachträglich erarbeite oder aber ich habe bereits Text und eine Grundidee für ein Instrumental und Sander verwirklicht diese Ideen dann in seinem Studio.

Mit was für Soft- und Hardware arbeitet ihr?

[RALPH]: Keine Werksspionage bitte … :) … ich denke, nicht viel andere Tools als unsere Kollegen auch benutzen.

Wie lange hat es von der Idee bis zur Umsetzung/Fertigstellung der neuen CD gedauert? Wie kam es zur Wahl des Albumtitels?

[RALPH]: Es gibt Zeiten da ist man wirklich verdammt kreativ und die Menge der fertigen Songs überrascht einen persönlich selber … bei unserer ersten selbst produzierten Doppel-CD „Unexpected“ hatten wir definitiv den Zeitpunkt für eine rechzeitige Veröffentlichung überschritten, denn die Songs waren vielen Leuten schon lange vom Tanzboden oder unserer MYSPACE Seite bekannt. Damals mussten wir uns oft fragen lassen „Wann kommt denn nun endlich eure erste CD?“ … Bei „Blood and passion“ war zeittechnisch alles sehr gut geplant, bis uns dieses kleine Problem von außerhalb stoppte, denn der Deal im Sommer 2010 mit einem größeren Label war für uns leider so nicht akzeptabel und die Veröffentlichung verschob sich dadurch wieder um einige Monate. Glücklicherweise haben wir bei „Blood and passion“ aber nur gut die Hälfte der Songs an DJs vorab verschickt und auch bei Myspace waren nur gut 50 % im Player … so bleibt der geplante Überraschungseffekt für den Käufer und Hörer, neben den bereits bekannten Clubhits, doch ganz akzeptabel gewahrt. Erklärung zum CD-Titel ist einfach: Diese Songs sind unser Blut und unsere Leidenschaft!

Wo seht ihr die Unterschiede zum Debutalbum „Unexpected“?

[RALPH]: Ich denke das Ganze bei STAHLNEBEL & BLACK SELKET ist doch einen großen Schritt professioneller geworden. Wobei ich die Qualität der Songs von UNEXPECTED und LIFELESS nicht zu schmälern ist, denn ich finde Sie immer noch richtig geil aber mit einem besseren Equipment steigt natürlich auch die Qualität der Songs und deren Produktion. Ich bin sicher immer noch nicht perfekt beim schreiben meiner englischer Texte, aber wichtig ist doch oft einfach das es stimmig und harmonisch klingt :) Meine Hoffnung ist das unsere Hörer an unseren Veröffentlichungen weiterhin so großes Interesse finden und den Fortschritt hören können. Natürlich haben uns in unserer Weiterentwicklung auch diverse „Touched by“ (Remix & neue Stimme) für SUICIDE COMMANDO, STATE OF THE UNION, DULCE LIQUIDO oder KRIMINAL MINDS da sehr geholfen.

Mit Advoxya Records habt ihr für euer Album ein sehr kompetentes Label gefunden. War es schwer ein Zuhause für Stahlnebel & Black Selket zu finden oder ging alles sehr schnell von Statten?

[RALPH]: Also, zu diesem Zeitpunkt, sind wir mehr als zufrieden mit unserem Entschluss ADVOXYA den Zuschlag gegeben zu haben. Was da draußen, im Musikdschungel, einige Labels mit jungen hoffnungsvollen Musik-Projekten machen, ist schon mehr als übel und so ist größte Vorsicht beim unterschreiben eines Labeldeals geboten. Wir haben ja auch lange versucht alles in Eigenregie zu managen, doch ab einem bestimmten Punkt der Bekanntheit war das halt nicht mehr möglich. Wir hatten dann einige Angebote von Plattenfirmen, doch ADVOXYA lässt uns künstlerisch total freie Hand und behandelt uns als einen richtiger Partner in diesem Musikgeschäft … was für uns sehr wichtig ist.

Wie seht ihr die Szene im Moment?

[RALPH]: Musikalisch höre ich, von DJs aus dem Osten, das dort zur Zeit mehr Technosound angesagt ist oder bei einigen Partys wieder verstärkt auf Gothic gesetzt wird. Ich bin hier Nahe am Ruhrgebiet platziert und daher sehr froh darüber das in Clubs wie dem Matrix oder in der Essigfabrik unsere Musik und Songs sehr beliebt sind, generell ist hier der Electro/Industrial Sound eine feste Größe auf den dunklen Tanzflächen und dort absolut nicht wegzudenken. Es gab und gibt immer wieder neue Strömungen in unserer Szene, sei es musikalisch oder modisch, ich gehöre zu den Personen die das „schwarz sein“ mehr als eine innere Einstellung sehen und evtl. nicht besonders durch die Optik dazu beitragen wollen… na ja, ok … für meine Nachbarn bin ich schon irgendwie „anders“ oder individuell, doch die meisten der Leute wissen das wir ganz „normal“ sind :) . Generell, denke ich, täte jeder aktiven Szene etwas mehr Lockerheit und Toleranz gut.

Beim Hören der Lyrics von „Missbraucht“, „Staatssicherheit“ oder z.B. „TV War 2010“ erkennt man sofort, dass ihr mit sehr vielen brisanten Themen ins Gericht geht und keine Scheu habt „unschöne Dinge“ anzusprechen und auf den Tisch zu bringen. Versucht ihr euch dadurch Luft zu machen oder die Leute aufzuwecken? Oder Beides?

[RALPH]: Irgendwie beides, ich mag es wirklich sehr mich über brisante Themen auszulassen, aber das soll generell nicht mit dem erhobenen Zeigefinger geschehen, denn die Hörer sind allesamt reif genug ihre eigene Meinung darüber zu haben. Es ist immer schön zu hören wenn sich der Hörer in meinen Texten wieder findet oder darüber nachgedacht wird, so bekam ich über „Staatssicherheit“ einige Rückmeldungen welche mich sehr freuten … diesen Hörern war richtigerweise aufgefallen, das es im Song durchaus nicht nur um die Vorgänge aus der Vergangenheit in der DDR geht :)

Wie kam die Zusammenarbeit mit Johan van Roy von Suicide Commando zu Stande?

[RALPH]: Wir hatten Johan schon 2-3 Mal auf Konzerten und Festivals persönlich getroffen, in Utrecht beim Summer Darkness 2009 hatten wir ein etwas längeres Gespräch und er sagte uns hierbei das er unsere Songs richtig gut findet. Dieser „Ritterschlag“ vom Meister, war und ist natürlich für STAHLNEBEL & BLACK SELKET eine besondere Ehre und Ansporn. So blieben wir über die ganze Zeit in sporadischen Kontakt über Email. Als ich dann „Missbraucht“ in der Pipeline hatte, fragte ich bei Johan an ob er nicht Interesse hätte den Chorus dafür einzusingen … ihm gefiel das Thema und auch der Sound von „Missbraucht“ sehr gut und so willigte er glücklicherweise ein :) Im Gegenzug „veredelten“ wir dann seinen Song „The perils of indifference“ für seine letzte Single „Death cures all pain“, zu einem Duett von Johan und mir, was ein echtes Highlight für uns war. Ich sehe in Johan van Roy nicht nur musikalisch, sondern besonders in dem Punkt „wie gehe ich mit Kollegen oder Fans um“ ein recht gutes Vorbild an welchem sich so manch ein „Star“ unserer Szene mal besser ein Beispiel nehmen sollte … .

Was macht für euch einen guten Song aus?

[RALPH]: Ein Song sollte dich möglichst sofort in Bewegungsdrang versetzen, die Melodie darf den Kopf nicht so schnell wieder verlassen und er sollte gleichermaßen für den Tanzboden als auch für die eigenen 4 Wände geeignet sein.

Gibt es Songs auf dem Album, die ihr besonders mögt oder auf die ihr sehr stolz seid?

[RALPH]: Ganz schwere Frage, sollte uns ein Song nicht gut genug gefallen … kommt er in die Mülltonne. Wir möchten nicht nur 2-3 gute Songs auf einem Release bieten, sondern der Käufer soll sein schwer verdientes Geld, wenn er schon kauft und nicht einen illegalen Download bevorzugt, in einen komplett guten und interessanten Tonträger investiert haben. Auf „Blood and passion“ ist natürlich „Missbraucht“, die Zusammenarbeit mit Johan von SUICIDE COMMANDO, ein echtes Highlight … ich denke auch der Text ist recht gut gelungen :)

Wird man euch in Bälde auf Tour sehen um euer Album zu präsentieren?

[RALPH]: Es gibt immer einige Anfragen für Konzerte und wir treten auch generell sehr gerne auf um mit dem Publikum eine richtig geile Party zu haben, wer eines unserer Konzerte erlebt hat wird das bestätigen können :). Leider müssen wir das natürlich alle mit unseren „All-day-jobs“ in Einklang bringen, was oft genug sehr schwierig ist. Ein zweites Problem liegt aber auch zur Zeit bei den Veranstaltern. Wir haben die Erfahrung gemacht das kleine, oft private Veranstalter alles in Bewegung setzen und mit Leidenschaft bei der Sache sind, andere Veranstalter hingegen meinen den komplette Kostenaufwand soll doch bitteschön das Musikprojekt selber zahlen … ein kleines Beispiel gefällig ? Wir wurden als einer der Headliner für das Energy-Festval in der Ukraine eingeplant, aber am Ende der Gespräche kam heraus das der Veranstalter noch nicht einmal bereit war die Flugkosten für eine einzige Person zu tragen!! … wäre ich Millionär und nicht Malocher, dann „kein Problem“ aber so … Sollte das in nächster Zeit Schule machen, werden die Fans wohl bald wohl oder übel auf gute Live Performances in unserer schwarzen Szene verzichten müssen … was ein Trauerspiel für Fans und Musikprojekte wäre!

Unterscheiden sich die Live-Stücke von den Studioversionen?

[RALPH]: Mein Kollege Sander liebt es mich mit Hilfe seines Keyboards aus dem Konzept zu bringen … nur soviel dazu :)

Habt Ihr Euch für das Jahr 2011 etwas vorgenommen? Wenn ja, was?

[RALPH]: 2010 endete mit einem unglaublich geiles Auftritt in Zagreb (Kroatien) und auch das Jahr 2011 hat bis jetzt absolut genial begonnen, „Blood and passion“ ist um längen besser eingeschlagen als wie wir es uns jemals erhofft hätten und im gleichen Atemzug gibt es eine erhöhte Nachfrage nach unseren selbst produzierten Alben „Unexpected“ und Lifeless“. Ich glaube unser Labelchef von ADVOXYA RECORDS bekommt das breite grinsen gar nicht mehr aus seinem Gesicht :). Mir persönlich würde jetzt noch das ein oder andere Konzert an einem coolen Ort oder auf einem Festival verdammt gut ins Konzept passen :). Für den Sommer ist dann schon eine neue EP geplant, sie wird wohl nach einem neuen Song benannt der gerade fertig ist, „Bloody rain“ heißt und hier bei mir Zuhause im Moment die Wände wackeln lässt, dafür ist auch ein Musikvideo geplant … es ist schon wieder einiges in der Pipeline bei STAHLNEBEL & BLACK SELKET, fühlt euch niemals sicher vor uns :)

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg mit eurem Album „Blood And Passion“! Die letzten Worte gehören euch…:

[RALPH]: Ich möchte Dir danken, Andi … Du und dein „Netzine“ ELEKTRAUMA begleitest uns ja schon seit unseren eigenständigen Anfangstagen und gabst die News um STAHLNEBEL & BLACK SELKET an die Szene weiter. Zudem wünsche ich allen Lesern dieses Interviews viel Spaß an unserer Musik, wer sie nicht kennt … sollte das schnell nachholen :) und hoffe Euch mal persönlich auf einem unserer Konzerte zu treffen, denn wir sind immer, nach dem schweiß treibende Einsatz auf der Bühne, zu einer guten Aftershowparty bereit. Thanks - See you soon! :::[RALPH]:::VOICE:::OF:::STAHLNEBEL:::

Homepage Band: Stahlnebel & Black Selket

Homepage Label: Advoxya Records

(Interview geführt von Andi)
Stahlnebel & Black Selket









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